SEO für Social Media: Das Dreamteam für deine digitale Marketingstrategie 

Wer hätte 1997, als das erste soziale Netzwerk SixDegrees online ging, gedacht, dass diese Art von Plattformen eines Tages als Suchmaschinen genutzt werden würden, um Informationen zu sammeln und neue Produkte, Geschäfte oder Ausflugsziele zu finden? Vor allem Gen Z nutzt vorrangig Social-Media-Kanäle wie Instagram oder TikTok für ihre Recherchen, während Google laut einem Bericht von SOCierst an dritter Stelle kommt. Ältere Generationen verlassen sich zwar immer noch auf klassische Suchmaschinen, aber Plattformen wie YouTube und seit letztem Jahr wohl auch ChatGPT bedrohen zunehmend deren Beliebtheit.

Auch wenn Google durch die Integration von künstlicher Intelligenz in Form seines Gemini-Modells für Google Ads und einen neuen Algorithmus entwickelt, um die Qualität der Suchergebnisse durch verbesserte Spam-Richtlinien zu verbessern, versucht sich innovativ zu zeigen, lässt sich ein zunehmender Trend nicht leugnen: Social Media-Plattformen sind mittlerweile ebenfalls Suchmaschinen. Deshalb ist es für deine Marketingstrategie wichtiger denn je, deine Bemühungen in den sozialen Netzwerken zu optimieren, was wir als Social Media SEO bezeichnen.

Foto von NordWood Themes auf Unsplash

Was ist Social SEO?

Kurze Frage, kurze Antwort: Social Media SEO, oder Social SEO, beschreibt im Grunde die Kombination von Best Practices für Social Media und Suchmaschinenoptimierung innerhalb deiner digitalen Marketingstrategie. Letztendlich geht es darum, deine Zielgruppe anzusprechen und Nutzer zu binden, idealerweise auf deiner Website, damit sie schließlich zu Kunden werden.

Aber was bedeutet das? Im Grunde genommen kannst du mit dem Traffic und dem Engagement, das du über soziale Medienkanäle erzielst, die Performance deiner Website verbessern und deine SEO-Strategie stärken. Dazu musst du allerdings eine geeignete Social Media Strategie ausarbeiten und alle notwendigen Kriterien für jede Plattform anwenden. Nur so kannst du deine Reichweite in den Social Media Kanälen verbessern, in denen du mit deiner Marke präsent sein willst.

Wenn es also um Social SEO geht, gibt es verschiedene Ebenen, auf denen man ansetzen muss. Das liegt daran, dass, wie eingangs erwähnt, immer mehr Menschen soziale Netzwerke anstelle von Suchmaschinen nutzen, um zu recherchieren. Einerseits gibt es also Best Practices für soziale Medien, die du befolgen solltest, um deine Sichtbarkeit auf den einzelnen Plattformen zu verbessern, und andererseits kannst du genau damit eine Brücke zu deiner SEO-Strategie schlagen und insgesamt die organische Sichtbarkeit deiner Marke verbessern. 

YouTube zum Beispiel ist eine sehr beliebte Suchmaschine, da sich viele Anleitungen, Produktbewertungen oder Nachrichten lieber in Form von Videos ansehen, anstatt lange Beschreibungen zu lesen. Und wie eingangs erwähnt, nutzen jüngere Generationen Plattformen wie TikTok, Instagram oder Pinterest, um sich über Produkte oder Ausflugsziele zu informieren. Während YouTube und Pinterest eher als Suchmaschine denn als Social-Media-Kanal betrachtet werden, wurden Instagram, Tik Tok, Facebook und Twitter (jetzt X) im Wesentlichen entwickelt, um mit Menschen zu interagieren und nicht, um Informationen zu liefern. Da sich dies in den letzten Jahren deutlich geändert hat, lohnt es sich, diese beiden Marketing-Säulen zu kombinieren, um letztendlich deine Buyer Persona anzusprechen und im Idealfall zu Kunden zu machen.

Wie wirkt sich Social Media SEO auf mein Google-Ranking aus?

So weit, so gut. Aber wenn wir über SEO sprechen, was ist dann mit meinem Google-Ranking? Schauen wir uns das mal genauer an. In den sozialen Medien zu posten wirkt sich nicht unbedingt direkt auf dein Google-Ranking aus, es besteht allerdings ein Zusammenhang. Wenn deine Inhalte in den sozialen Medien ansprechend sind, deine Zielgruppe erreichen und diese in treue Follower verwandelt, die nach deinen Neuigkeiten Ausschau halten, deine Beiträge teilen oder sogar deine Website verlinken, wird sich das natürlich insgesamt positiv auf dein Ranking in den Suchmaschinen auswirken. Letztendlich geht es doch um Sichtbarkeit, Engagement und Autorität. Das belegt das folgende Beispiel eines Friseurs, dessen Instagram-Profil unter den ersten Ergebnissen erscheint, wenn man nach “Friseuren in Madrid” sucht. 

Die eigentlichen Fragen sind daher: Schaffst du es, deine Zielgruppe mit deinen Beiträgen in den sozialen Medien anzusprechen? Interagieren sie mit deinen Inhalten und klicken sie sich sogar bis zu deiner Website durch? Dann ist das ein Pluspunkt für deine Marke. Du kannst auch von Kanälen wie YouTube profitieren, um in den Suchergebnissen ganz oben zu erscheinen, wo relevante Videos angezeigt werden (Beispiel unten). Da YouTube zu Google gehört, werden Videos, die auf dieser Plattform hochgeladen werden, normalerweise bevorzugt. 

Es ist also nicht so, dass der Algorithmus von Google deine Profile in sozialen Netzwerken analysiert. Allerdings kann die Art der Inhalte, die du veröffentlichst, und die Art und Weise, wie du sie veröffentlichst, einen Unterschied machen, das Interesse deiner Zielgruppe wecken, die Loyalität deiner Kunden beeinflussen und dich an die Spitze der Liste bringen. Wie das geht? Schauen wir es uns genauer an!

Social SEO Best Practices, um den digitalen Auftritt deiner Marke zu optimieren

Um deine Online-Präsenz auf Social-Media-Plattformen zu optimieren, musst du ein paar Dinge beachten. Keine Sorge, du brauchst nicht für jede einzelne Plattform eine Prüfung abzulegen, sie funktionieren nämlich alle recht ähnlich. Im Folgenden fassen wir daher die Grundlagen zur Optimierung deines Auftritts und deiner Beiträge in den sozialen Medien zusammen, damit du sie auf die Kanäle anwenden kannst, auf denen du deine Marke präsentieren möchtest - was ein weiterer wichtiger Aspekt ist: Du musst nicht auf jeder Plattform mitmischen! Wähle die Kanäle aus, die deine Zielgruppe nutzt, und konzentriere deine Aufmerksamkeit auf genau diese.

  1. Das Profil optimieren

Beginnen wir mit den Grundlagen: deinem Profil. Die Art und Weise, wie du es strukturierst, beeinflusst, ob deine Zielgruppe dich findet oder nicht. Der Kontoname sollte idealerweise der Name deines Unternehmens/deiner Marke sein und, wenn möglich, einen Hinweis auf dein Produkt oder deine Dienstleistung geben. Zum Beispiel XX Fotografie oder YY Berater. Dein Kontoname dient nämlich in gewisser Weise auch als Schlüsselwort, sodass du unter den Ergebnissen einer Person erscheinen kannst, die in einem sozialen Netzwerk nach Fotografie oder Berater sucht, auch wenn sie den Namen deiner Marke nicht kennt. Außerdem ist es leichter zu merken und du sorgst dafür, den Leuten im Gedächtnis zu bleiben. 

Die gleiche Optimierung gilt für die Beschreibung deines Profils. Vervollständige alle Angaben im Abschnitt "Über", füge einen Link zu deiner Website hinzu usw. All das schafft Vertrauen und du vermeidest, dass dein Profil wie eine Fälschung erscheint. Auf einigen Plattformen wie Linkedin oder Facebook kannst du deine URL sogar personalisieren und deinen Kontonamen anstelle einer generischen Erweiterung der Domäne verwenden, wie im folgenden Beispiel.

  1. Keywords 

Verwende Keywords wie oben erwähnt in deiner Beschreibung, aber auch in deinen Bildunterschriften, sowohl in Form des Textes selbst als auch als Hashtags. Vergiss dabei aber nicht die goldene SEO-Regel: Übertreib es nicht mit den Keywords. Das Gleiche gilt für Hashtags. Mach eine kurze Recherche und wähle nur die relevantesten für deine Branche aus, die dein Produkt oder deine Dienstleistung beschreiben und die Informationen widerspiegeln, die du postest. Nur so ziehst du dein gewünschtes Publikum an und erhöhst die Chancen auf Engagement, neue hochwertige Follower und deren Umwandlung in Kunden.

  1. Die Posts optimieren

In den meisten sozialen Netzwerken kannst du inzwischen einen alternativen Text für deine Bilder einfügen (siehe Screenshot unten), was deine Social Media Posts zugänglich macht, da Bildschirmlesegeräte sie für Nutzer mit Einschränkungen vorlesen können. Deshalb ist es empfehlenswert, das Bild so detailliert wie möglich zu beschreiben. Abgesehen davon trägt diese Beschreibung auch zu deiner Suchmaschinenoptimierung bei. Das ist allerdings noch nicht alles: Wenn du Videos zum Beispiel auf YouTube oder TikTok postest, solltest du auch den Titel und die Beschreibung optimieren. Dabei gelten die gleichen Tipps, die du auch bei der Optimierung deiner Website entsprechend deiner SEO-Strategie anwenden würdest. Gib den Dateien einen relevanten Namen, verwende Schlüsselwörter im Titel deines Videos und in der Beschreibung, und achte darauf, dass die Miniaturansicht von deinem Video den Inhalt widerspiegelt, den die Nutzer sehen, wenn sie auf "Play" klicken.

  1. Hochwertige Inhalte

Apropos Bilder und Videos. Es ist wichtig, sich zu bemühen, qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen, um damit die Personen anzuziehen und sie vor allem dazu bringen, mit deinen Posts zu interagieren und sie zu teilen. Das erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie deine Website besuchen, was dieser letztendlich mehr Autorität verleiht und ihr Suchmaschinen-Ranking verbessert. Nutze auch die Inhalte deiner Website und teile diese in kürzeren Varianten in den sozialen Medien. Achte stets auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beiträgen über dein Produkt/deine Dienstleistung und Informationen, die für deine Zielgruppe nützlich oder unterhaltsam sind, ohne direkt etwas verkaufen zu wollen.

  1. GEOtagging

Besonders wenn dein Produkt oder deine Dienstleistung einen Standort hat, solltest du dir diesen zu Nutzen machen! Indem du deinen Standort in deinen Beiträgen angibst, kannst du ein lokales Zielpublikum erreichen. Wie eingangs erwähnt, nutzen viele Instagram und andere Social-Media-Plattformen, um beispielsweise nach Restaurants oder Geschäften in ihrer Nähe zu suchen. Außerdem ist es nützlich, um in den Suchergebnissen von Google zu erscheinen, die einen bestimmten Ort enthalten.

  1. Mach mit!

Soziale Medien werden nicht umsonst als "sozial" bezeichnet. Auch wenn sie heutzutage für verschiedene andere Zwecke genutzt werden, ist die grundsätzliche Idee hinter all diesen Plattformen die Interaktion mit Menschen. Das bedeutet, dass du deine Inhalte nicht einfach nur posten sollst, um anschließend abzuwarten, was passiert. Antworte auf die Kommentare unter deinen Beiträgen; antworte, wenn du verlinkt wirst; teile auch interessante Beiträge anderer ... So schaffst du eine Fangemeinde, die deiner Marke Vertrauen schenkt. Wenn dein Publikum dir vertraut, ist es wahrscheinlicher, dass es deine Inhalte teilt und weiterempfiehlt, was - ja, du ahnst es schon - deiner SEO-Strategie zu Gute kommt. Du brauchst dich dabei nicht nur auf deine Follower zu beschränken, sondern kannst auch proaktiv an relevanten Diskussionen in sozialen Medien teilnehmen. Antworte zum Beispiel auf Beiträge von Branchenexperten oder tritt Gemeinschaften bei, z. B. auf LinkedIn oder Facebook, um praktische Informationen für die Mitglieder zu teilen. All das erhöht die Sichtbarkeit deiner Marke und die Chancen, Backlinks zu erhalten, was wiederum deine Suchmaschinenoptimierung verbessert.

Foto von Jodie Cook auf Unsplash

Fazit 

Wie du siehst, ist Social SEO keine Wissenschaft von einem anderen Stern. Mit ein paar einfachen Schritten, die denen ähneln, die du wahrscheinlich schon seit Jahren im Rahmen deiner Strategie zur Suchmaschinenoptimierung befolgst, kannst du das Ergebnis deiner Social Media Strategie maximieren. Das Wichtigste ist, dass du regelmäßig für deine Zielgruppe relevante Inhalte postest und dabei auf die Details achtest. Mit diesen Tipps wirst du nicht nur die Performance deiner Beiträge in den sozialen Medien verbessern, sondern auch die deiner gesamten Marketingstrategie, da letztlich alles miteinander zusammenhängt.

Quellen 

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